Die Barrierefreiheit am Esslinger Bahnhof wird sich mittelfristig durch neue Aufzüge verbessern. Dies ist Ergebnis eines Vor-Ort-Termins, zu dem die Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr (GRÜNE) Vertreter*innen der Deutschen Bahn, der Stadt Esslingen und des Gemeinderats am Bahnhof Esslingen eingeladen hatte. Gemeinsam mit Michael Groh, Leiter Regionalbereich Südwest Personenbahnhöfe der DB InfraGO, und Baubürgermeister Hans-Georg Sigel wurden konkrete Verbesserungen für die Barrierefreiheit vorgestellt.
Die Aufzüge am Hausbahnsteig, also vom Bahnhofsvorplatz in die Unterführung, sowie an Gleis 7/8 werden bereits 2030 und damit drei Jahre früher als ursprünglich geplant erneuert. Der Aufzug vom Bahnhofsvorplatz in die Unterführung erhält dabei einen deutlich größeren Schacht mit einer Kabinengröße von mindestens 1,1 × 2,1 Metern. Der bisherige Aufzug ist kleiner als der heutige Standard und deshalb besonders störanfällig. Damit besteht nach dem Umbau die Aussicht auf eine verlässlichere Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrende, Familien, mobilitätseingeschränkte Menschen und alle, die darauf angewiesen sind.
Zudem will die Deutsche Bahn prüfen, Fahrgäste künftig bereits in der S-Bahn über ausgefallene Aufzüge zu informieren. Während der Bauarbeiten 2030 sollen Reisendenhelferinnen und Reisendenhelfer Menschen mit Mobilitätseinschränkungen unterstützen.
„Ein Bahnhof ist nur dann wirklich barrierefrei, wenn er auch zuverlässig funktioniert. Es geht darum, dass alle Menschen selbstständig und sicher unterwegs sein können“, betont Andrea Lindlohr.
Lindlohr begleitet das Thema seit vielen Jahren und hatte bereits 2018 gemeinsam mit Betroffenen für einen barrierefreien Bahnhof demonstriert. „Jetzt kommt es darauf an, dass die zugesagten Verbesserungen auch umgesetzt werden. Diesen Prozess werde ich weiterhin eng begleiten“, so Lindlohr.